
Gießen
Franziska Lemke
Das Mathematikum zeigt eindrucksvoll, dass Mathematik alles andere als langweilig sein muss. Statt Rechnen am Schreibtisch geht es hier ums Ausprobieren, Knobeln und Staunen. Kinder dürfen an über 170 Experimentierstationen selbst aktiv werden und mathematische Phänomene spielerisch entdecken.
Das Besondere: Man braucht hier keinerlei Vorwissen. Viele Stationen funktionieren ganz intuitiv. Dadurch haben schon kleinere Kinder schnell Erfolgserlebnisse und merken oft gar nicht, dass sie gerade mitten in mathematischen Zusammenhängen stecken.
Im Mathematikum darf fast alles angefasst werden. Kinder bauen Brücken, lösen Rätsel, experimentieren mit Spiegeln oder entdecken geometrische Formen spielerisch. Besonders schön ist, dass hier wirklich die eigene Neugier im Mittelpunkt steht.
Viele Stationen sorgen sofort für Begeisterung: Riesige Seifenhäute bilden geometrische Figuren, Puzzle fordern das räumliche Denken heraus und optische Täuschungen bringen selbst Erwachsene ins Grübeln. Genau diese Mischung macht den Besuch so besonders.
Das Mathematikum gilt als erstes mathematisches Mitmachmuseum der Welt und wurde bewusst familienfreundlich gestaltet. Die Atmosphäre ist locker und entspannt, sodass auch Kinder, die mit Mathe in der Schule vielleicht weniger anfangen können, hier oft plötzlich Spaß daran entwickeln.
Für jüngere Kinder gibt es außerdem einen eigenen Bereich, in dem spielerisches Entdecken im Vordergrund steht. Dort wird gebaut, sortiert, ausprobiert und geklettert – ganz ohne Leistungsdruck.
Das Mathematikum eignet sich perfekt für einen Familienausflug bei Regen oder an kalten Tagen. Durch die vielen interaktiven Stationen vergeht die Zeit unglaublich schnell, und selbst ältere Kinder oder Teenager bleiben meist länger beschäftigt als gedacht.
Wer Lust auf ein außergewöhnliches Museum hat, das Lernen und Spielen so clever verbindet, sollte diesen Ort unbedingt auf die Ausflugsliste setzen.
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