Alle Artikel mit dem Schlagwort: gefühlsstarke Kinder

Du bist anders, du bist gut

Nora Imlau hat das wunderbare Buch „So viel Freude, so viel Wut“ geschrieben. Das Buch handelt von gefühlsstarken Kindern und dem Verstehen und Begegnen. Ebenso wie es hochsensible Menschen gibt, gibt es auch besonders gefühlsstarke Kinder, denen die Eigenregulierung ihrer Gefühle oft schwer fällt. Kinder werden größer, daher handelt Nora´s zweites Buch „du bist anders, du bist gut“ davon, wie man diese Kinder beim Aufwachsen begleitet. Viele von uns haben vielleicht keine gefühlsstarken Kinder, aber es ist durchaus wichtig, dass wir diese ganz besonderen Kinder besser verstehen und ihnen besser begegnen können. Auf 2 Falschannahmen möchten wir hier eingehen. Also: Schluss mit den Vorurteilen! Was jeder über gefühlsstarke Kinder wissen sollte Wir haben heute so viel Wissen über gefühlsstarke Kinder. Und gleichzeitig das Problem, dass dieses Wissen so wenig verbreitet ist. Stattdessen regieren Vorurteile und grundfalsche Annahmen darüber, wieso Kinder sich herausfordernd verhalten und was Eltern dagegen tun müssten. Mütter und Väter gefühlsstarker Kinder müssen sich im Alltag also nicht nur mit den intrinsischen Herausforderungen herumschlagen, die das Leben mit einem hochemotionalen Energiebündel so mit …

Die Grundbedürfnisse gefühlsstarker Kinder

„Wir alle brauchen Luft zum Atmen, genügend zu essen und zu trinken, eine sichere Umgebung sowie ausreichend Schlaf, um zu überleben. Doch neben diesen körperlichen Grundbedürfnissen haben wir Menschen auch seelische Grundbedürfnisse, die erfüllt sein müssen, damit es Kindern wie Erwachsenen auf Dauer gut gehen kann. Zu diesen gehören das Bedürfnis nach Nähe und Bindung das Bedürfnis nach Halt und Orientierung das Bedürfnis nach Selbstwirksamkeit und Autonomie das Bedürfnis nach Wertschätzung und Akzeptanz Anders als bei unseren körperlichen Grundbedürfnissen liegt es in der Natur unserer seelischen Grundbedürfnisse, dass diese sich in einem ständigen Widerstreit befinden und niemals alle gleichzeitig komplett erfüllt sein können: Völlige Verbundenheit ist schließlich das Gegenteil vollkommener Autonomie, und begrenzender Halt von außen steht der freien Entfaltung in totaler Selbstwirksamkeit entgegen. Doch genau aus diesem Spannungsfeld entsteht jene gesunde Balance der Bedürfnisse, die für unsere seelische Gesundheit so wichtig ist. In Bezug auf gefühlsstarke Kinder heißt das: Es kann nicht unser Ziel als Eltern sein, ihren inneren Konflikt zwischen Nähebedürfnis und Freiheitsdrang, Sehnsucht nach Strukturen und Rebellion gegen Grenzen aufzulösen. Denn genau …

Gefühlsstarke Kinder

Gefühlsstarke Kinder sind kein neues Phänomen. Es gab sie schon immer, und es ist ihnen nicht besonders gut ergangen. Sie galten als schwierig und widerspenstig, als Heulsusen und Unruhestifter, und vor allem: als schwer erziehbar, was in den vergangenen Jahrhunderten in unserer westlichen Erziehungskultur eine absolute Todsünde darstellte. Grausame Maßnahmen kamen zum Einsatz, um aus der Reihe tanzende Kinder auf Linie zu bringen. Viele wurden sowohl in der Schule als auch zu Hause beschämt und bestraft, beleidigt und gequält, und gingen aus diesem Martyrium als gebrochene Menschen heraus. In den vergangenen gut siebzig Jahren seit dem Ende der Nazi-Diktatur hat sich der Umgang mit „schwierigen Kindern“ in Deutschland zum Glück nach und nach zum Positiven gewandelt: Nach Kriegsende nahm der Einsatz so genannter Körperstrafen in allen vier Besatzungszonen bereits significant ab. In der DDR war Lehrerinnen und Lehrern das Schlagen ihrer Schützlinge bereits ab dem Jahr 1949 verboten, in der Bundesrepublik verschwand die Prügelstrafe 1973 unter dem Einfluss der neuen sozialen Bewegungen im Gefolge der 68er endgültig aus den Schulen. Doch vor körperlicher und seelischer …