Alle Artikel mit dem Schlagwort: Familie in Leipzig

Corona Tagebuch: Eine Woche „nur wir“

01.05.2020 – 48 Tage „nur wir“   Heute ist Feiertag. Tag der Arbeit. Alles neu macht der Mai. Oder auch nicht. Alles wird nicht neu, so viel ist sicher, aber ein paar wichtige Dinge haben sich in den letzten Tagen schon geändert. So hat Österreich seine Ausgangsbeschränkungen aufgehoben. Und die Kindergärten wieder geöffnet. Auch in Deutschland sollen die Spielplätze wieder öffnen. Ob das ein Ergebnis des Aufschreis vieler Eltern, der zum Hashtag „coronaeltern“ geführt hat, ist oder eine Folge der geringen Reproduktionszahl, weiß ich nicht. Und eigentlich ist zumindest das Thema Kindergarten für mich nicht relevant, weil ich in Elternzeit bin und mit meinem Sohn zu Hause. Aber dann wiederum sind es auch nur noch auf den Tag genau zwei Monate bis zu dem Tag, an dem die Eingewöhnung anfangen soll. Und so sehr ich mitfühle mit allen Müttern und Vätern, egal ob im Homeoffice oder mit weiteren Kindern zu Hause, und wie sehr ich verstehe, warum sie sich den Kindergarten zurücksehnen, so frag ich mich doch: würde ich meinen Sohn am ersten Tag, an …

Corona Tagebuch: Eine Woche „nur wir“

Unsere Kolumnistin Christin schreibt direkt aus Leipzig: Christin ist mit Mann und Baby im Bauch im Mai 2018 von Kiew nach Leipzig gezogen. Während sie beruflich alle paar Jahre versetzt wird, ist Leipzig jetzt gerade ihre Wahlheimat auf Zeit. Was sie außer ihrem Wohnort sonst noch so wählt: Süßes statt Salzigem, heiße statt kalte Dusche und Minimalismus statt Konsum. 03.04.2020 – 21 Tage „nur wir“   Gerade wird wahrscheinlich so oft wie nie darüber geschrieben und gesprochen, welche große Aufgabe es ist, den Haushalt zu führen, die Kinder zu betreuen und dann auch gleichzeitig noch zu arbeiten. Und das ist so ein wichtiges Thema, dass es längst überfällig ist, dass dieses jetzt mal in den Vordergrund gerückt wird und vielleicht auch zu einer Debatte zur angemessenen Entlohnung der Carearbeit führt. Denn wenn ich zusammenrechnen würde, was ich heute bereits verdient habe sähe das wie folgt aus:   Ich war Köchin und habe das Frühstück serviert, ich war Reinigungsfachkraft und habe gestaubsaugt und den Müll rausgebracht, ich war Zimmermädchen und habe die Bettwäsche gewechselt, ich war …

Corona Tagebuch: 30.03.2020 – Eine Woche „nur wir

Unsere Kolumnistin Christin schreibt direkt aus Leipzig: Christin ist mit Mann und Baby im Bauch im Mai 2018 von Kiew nach Leipzig gezogen. Während sie beruflich alle paar Jahre versetzt wird, ist Leipzig jetzt gerade ihre Wahlheimat auf Zeit. Was sie außer ihrem Wohnort sonst noch so wählt: Süßes statt Salzigem, heiße statt kalte Dusche und Minimalismus statt Konsum.   24.03.2020 – 11. Tag „nur wir“ Oh, wie bin ich froh über dieses kleine Tagebuch, was ich jetzt gerade führe. Nicht nur, weil ich hier meine vielen Gedanken sammeln kann, sondern auch, weil dies irgendwie gerade der einzige Anlass ist, zu dem ich mal in den Kalender schaue. Jeder Tag ist doch jetzt ein Sonntag: keine Termine, keine Einkäufe, keine Besuche, keine Geburtstagsfeiern. Und das auch nicht in naher Zukunft. Irgendwie vergeht die Zeit nicht, weil jeder Tag gleich ist. Irgendwie vergeht die Zeit so schnell und ich trauere all den Tagen nach, in denen ich meine Freunde und Familie nicht sehen konnte, wissend, dass ich ganz bald schon wieder weit weg wohnen werde. Urlaube …

Zurück dann mit Übergepäck – Über das Ankommen und Zurechtfinden in der neuen alten Heimat.

Da saß ich nun in der schwarz-weiß gefliesten Küche unserer neuen Wohnung in Altlindenau auf dem Boden, Stühle gab es schließlich noch keine. Neben mir die IKEA-Anleitung für die neue Küche, vor mir der kugelrunde Bauch einer Schwangeren im neunten Monat. Und im Kopf kreisten die Gedanken. Wann kommen wohl die Möbel an? Und lernen wir unser Baby pünktlich zum Entbindungstermin kennen? Wie genau funktioniert das nochmal mit der Anmeldung beim Einwohnermeldeamt und wann genau wollte die Hebamme kommen? Und was kostet nochmal ein Ticket für die Straßenbahn? Zurückblickend muss ich sagen: das war auch alles ein bisschen viel auf einmal. Einen Umzug von Kiew nach Leipzig zu planen und das nur fünf Wochen vor der bevorstehenden Geburt meines ersten Kindes. Klar, ich habe gegenüber vielen anderen Zugezogenen den Vorteil, dass das nicht mein erster Umzug war. Aber den letzten habe ich aus beruflichen Gründen aus einem WG-Zimmer in Berlin als Single angetreten und zurück komme ich nun mit meinem Freund, der bisher nur einmal zu Besuch in Deutschland war, und einem kleinen Baby im …

Lieblingsort: Klassik für Kinder (ab 5 Jahre)

Dieses Musikfestival ist einzigartig in Leipzig und für die ganze Familie ein unvergessliches Erlebnis. Kinder musizieren, singen und tanzen gemeinsam mit professionellen Künstlern. Gemeinsam werden alte, bekannte Stücke neu in Szene gesetzt. Das ganze Festival hat 4 verschiedene Konzerte, die Eintrittspreise variieren leicht, daher hier eine Übersicht über alle Konzerte. Bei jedem Konzert werden außerdem verschiedene Workshops angeboten: Tanzen, Dirigieren, Malen, Zaubertrank brauen und, und, und. Das Festival startet diese Woche Freitag 18 Uhr, gemeinsam mit dem Orchester der Musikalischen Komödie Leipzig, dem Kinderchor der Schola Cantorum und dem Ballett des ICZ Leipzig. Sie führen eine abgewandelte Form von Hänsel & Gretel auf. Die Altersempfehlung ist ab 5 Jahre, Eintrittspreise liegen bei 9€/4€. Am Samstag findet 15 Uhr ein Mitmach-Konzert statt. Das Festival endet am Sonntag 17 Uhr  mit einem grandiosen Abschlusskonzert, für alle ab 7 Jahre.. Ganz Besonders ist das Nachtkonzert am Samstag, den 21.9. ab 20 Uhr. Kleine Zuhörer, die im Pyjama kommen, bekommen hier kostenfreien Eintritt. Das Nachtkonzert dieses Jahr heißt „Hermines zaubernde Geigenbögen“ und bietet einen unfassbaren Abend mit Lars vom …