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Dezembergrau

Der Tag beginnt schleppend. Zwischen jammerndem Kleinkind und kämpfendem Kitakind ist alles dabei- auch in mir. Der Blick ins Nebelige versagt mir den orientierenden Horizont und verschluckt meine Kraft zusehens. Ich habe den Tag voller Erledigungen im Kopf, die doch durchkreuzt werden vom realen Alltag. Eine falsche Socke löst in meinem Kind eine Krise aus und während ich durch das Fenster seufzend ins Grau schaue, um mich zu sammeln, bekommt das Dezembergrau eine neue Nuance: Es lädt mich ein. das planvolle Abarbeiten meiner inneren Listen loszulassen und heute auch aufzugeben nach dem entfernten Horizont zu schielen. Dafür ist heute kein Raum. Heute darf ich mich ins Tasten und langsam sein hineingeben. Während die Socke doch an den Fuß meines Kindes wandert, werfe ich dem in Watte gehüllten diffusen Licht ein Lächeln zu. Der Dezember ist zum Spüren und Achtsam sein wie geschaffen.   Mal ganz anders Eltern und Kinder agieren manchmal wie ein geübter Schauspieler eines spannenden Theaterstückes. Oft ist das gut, um im Straßenverkehr oder bei Konzerten nicht viele Worte zu benötigen. Ich erreiche …