Alle Artikel in: Gastbeiträge

Lela Leipzig: Vorhilfe statt Nachhilfe – wie lerne ich zu lernen?

Hallo liebe Schul-Kids zu Hause, das hat von uns noch keiner erlebt, wir befinden uns in total verrückten Zeiten. Plötzlich reden alle von Home-Office und Home-Schooling. Aber wie das funktionieren soll, das verrät keiner. Die Gefahr ist groß, dass hierbei Stress und Streit entstehen.   In diesem heimischen Durcheinander verstecken sich aber auch Chancen. Nach unserer Philosophie des Lela-Leipzig-Teams sollte das Lernen immer vom Menschen und seiner einzigartigen Lernpersönlichkeit her aufgebaut sein. Der Lerngegenstand, also die zu erarbeitenden Hausaufgaben, müssen dann so an­ gepasst werden, dass es zur Persönlichkeit passt. Der Freiraum, der ohne das enge Korsett des vom Lehrer dominierten Unterrichts entsteht, könnte nun zur Entfaltung deiner eigenen Lernpersönlichkeit beitragen. In diesem Sinne werden wir mit dir in sieben Schritten zuerst deine Lernpersönlichkeit definieren und dann dein zu dir passendes, individuelles Lernkonzept erarbeiten. 1. EIN GEHIRN – ZWEI HÄLFTEN Das wichtigste Organ beim Lernen ist das Gehirn, weswegen wir dir heute die sehr unterschiedlichen Arbeitsweisen beider Gehirnhälften vorstellen. Da jeder Mensch beim Lernen und Arbeiten eine Lieblingsgehirnhälfte hat, hast du hier den ersten Anhaltspunkt …

Corona Tagebuch: Eine Woche „nur wir“

24.04.2020 – 41 Tage „nur wir“   41 Tage sind wir nun nur zu dritt gewesen. Das letzte Mal, dass ich so lange fast niemanden getroffen habe, war im Wochenbett. Das habe ich mir damals ganz für uns als Familie reserviert. Was auffällt an diesem Vergleich: während in Deutschland das Wochenbett acht Wochen dauern soll, sind es in der Türkei genau 40 Tage. Etymologisch stammt das Wort „Quarantäne“ aus dem Lateinischen und bedeutet genau das, nämlich „Vierzig“.   So, unsere 40 Tage sind nun um, unsere Isolation leider noch nicht. Und zusätzlich zu den fehlenden sozialen Kontakten, sehe ich nun nicht einmal mehr, ob mich die Verkäufer im Supermarkt anlächeln. Oder die anderen Kunden, wenn ich warte, damit sie mit Abstand an mir vorbeigehen können. Denn seit dieser Woche gibt es eine Maskenpflicht in Sachen. Also habe ich am Montag zum ersten Mal in meinem Leben einen Mundschutz getragen. Wir brauchten nämlich dringend neue Schuhe für meinen Sohn. Ich habe also meine Maske aufgesetzt. Nur ein Elternteil durfte das Geschäft betreten und mein Sohn sollte …

Corona Tagebuch: Eine Woche „nur wir“

13.04.2020 – 31 Tage „nur wir“   Oh wow, ein Monat ist vorbei. Ein ganzer Monat ohne Ausflüge, ohne Treffen, ohne Besuche. Was haben wir eigentlich gemacht mit dieser Zeit, die wir sonst im Auto, im Zug, mit Freunden, mit Familie et cetera verbracht hätten? Ich kann auf jeden Fall sagen, was wir nicht gemacht haben: ich habe keine neue Sprache gelernt, ich habe nicht jeden Tag Yoga gemacht, die Einrichtung unserer Wohnung wurde nicht nach den neuesten Interiortrends aufgemotzt, wir waren nicht jeden Tag an der frischen Luft. Und das ist vollkommen okay so, das ist kein Wettlauf – es gibt ja in naher Zukunft kein festes Ziel, welches ich durch große Akitivität erreichen könnte.   Ansonsten würde ich sagen haben wir viel gekocht, gebacken und gegessen. Ich habe mir ständig Sorgen und Gedanken gemacht. Andauernd aufgeräumt. Aber hey: das klingt eigentlich total nach unserem normalen Alltag. Hat sich objektiv also doch gar nicht so viel geändert? Sind bloß die Sachen weggefallen, die mir eben am Herzen liegen? Eventuell, vielleicht, wahrscheinlich …   Okay, …

Corona Tagebuch: Eine Woche „nur wir“

07.04.2020 – 25 Tage „nur wir“ Erwartungen, Vorfreude, Hoffnungen – ich bin mir nicht sicher, wie gut ich den medialen Umgang mit der Dauer der Beschränkungen finde. Auf der einen Seite brauchen wir alle für unsere mentale Gesundheit ein zeitliches Ziel, auf das wir hinarbeiten können. So im Sinne von „noch drei Wochen“, „Endspurt“ und „zwei Drittel sind schon geschafft“. Hilft beim Joggen und hilft eben auch beim Durchhalten einer Quarantäne. Auf der anderen Seite sind alle Maßnahmen nur vorläufig und es gibt nur ein Ende, wenn ein Impfstoff gefunden und für den Großteil der Bevölkerung genutzt wurde. Aktuell steht der 19. April 2020 als Ziellinie im Raum, vorher war von Anfang April die Rede. Was macht das mit den Menschen? Was macht das mit mir? Ich glaube, ich habe mich schon darauf eingestellt, dass es noch länger dauern wird. Vielleicht öffnen einige Läden wieder. Vielleicht sogar Kindergärten und Schulen. Aber eine Rückkehr zum Alltag kommt so schnell nicht wieder. Und darauf muss ich mich einstellen. So ist es für mich einfacher, meine Erwartungshaltung gering …

5 Beschäftigungsideen mit Schleichtieren

Seit vier Wochen sind wir nun Zuhause. Oder sind es  gar schon fünf? Ich verliere langsam den Überblick über die Wochentage und jegliche zeitliche Relation. Keine Kita, kein Büro und keine Uni. So lange wie wir schon zuhause sind, so lange wollte ich schon diesen kleinen Artikel schreiben. Kam immer etwas dazwischen, entweder ein Kind oder eine noch dringlichere Aufgabe. Aber jetzt kommen unsere Lieblingsbeschäftigungsideen mit Schleichtieren – denn wie es aktuell aussieht, werden die Kids ja noch eine Weile daheim bleiben. Da kann ein bisschen Inspiration und frischer Wind ja vielleicht nicht schadenJ. Am besten kommen die Beschäftigungsideen hier an, wenn man sie in eine Rahmenerzählung einfließen lässt.  Ich wünsche Euch viel Spaß beim Ausprobieren, starke Nerven und ganz viel Kaffee.   Die Schleichtiere in nach der Größe in einer Reihe aufstellen. Dazu braucht ihr außer Schleichtieren kein weiteres Material- diese „Aufgabe“ ist super um Größenverhältnisse zu üben.   Die große Eislawine hat alle Schleichtiere erwischt- und wir müssen sie nun befreien. Dafür habe ich die Tiere am Tag zuvor in einem Gefäß mit …

Corona Tagebuch: Eine Woche „nur wir“

Unsere Kolumnistin Christin schreibt direkt aus Leipzig: Christin ist mit Mann und Baby im Bauch im Mai 2018 von Kiew nach Leipzig gezogen. Während sie beruflich alle paar Jahre versetzt wird, ist Leipzig jetzt gerade ihre Wahlheimat auf Zeit. Was sie außer ihrem Wohnort sonst noch so wählt: Süßes statt Salzigem, heiße statt kalte Dusche und Minimalismus statt Konsum. 03.04.2020 – 21 Tage „nur wir“   Gerade wird wahrscheinlich so oft wie nie darüber geschrieben und gesprochen, welche große Aufgabe es ist, den Haushalt zu führen, die Kinder zu betreuen und dann auch gleichzeitig noch zu arbeiten. Und das ist so ein wichtiges Thema, dass es längst überfällig ist, dass dieses jetzt mal in den Vordergrund gerückt wird und vielleicht auch zu einer Debatte zur angemessenen Entlohnung der Carearbeit führt. Denn wenn ich zusammenrechnen würde, was ich heute bereits verdient habe sähe das wie folgt aus:   Ich war Köchin und habe das Frühstück serviert, ich war Reinigungsfachkraft und habe gestaubsaugt und den Müll rausgebracht, ich war Zimmermädchen und habe die Bettwäsche gewechselt, ich war …

Corona, Chaos und Chancen – praktische Überlebens-Tipps

Sarah ist  Mama von Leo & Cecilia. Sie ist studierte Psychologin und Lebensberaterin,  Ehefrau und bloggt auf nopantstoday. Sarah liebt: Kaffee, Produktivität, Städtetrips und Frida Kahlo. Ihr Traumjob: Landärztin im Jahr 2027. Niemals ohne: Lippenstift Was gar nicht geht: Jazz.   Letztens habe ich auf meiner Mittagsrunde mit den Kids durch den Wald ein altes Lieblingslied wiederentdeckt. Der Text war nie passender als in der aktuellen Corona-Krise: „Nichts ist mehr, wie es war Es herrscht nur noch Chaos Verrückt ist schon normal Alles außer Kontrolle“ (Mono und Nikitaman, Außer Kontrolle) Ich habe selten Worte gehört, die die aktuelle Lage besser beschreiben würden. Nichts ist grad mehr, wie es vorher war. Alle Dinge, die unseren Alltag so selbst verständlich geprägt haben, sind auf einmal weg. Keine Kita, keine Schule. Keine Treffen mit anderen Eltern und Freunden. Keine Großeltern, die mal eben einspringen können. Zoo-Dates wurden durch ZOOM-Dates ersetzt, (vielleicht) macht ihr Homeoffice oder Kurzarbeit. Sorgen und Ungewissheit. Wie sollen wir das schaffen? Können wir die Miete in drei Monaten noch bezahlen? Was wird aus den Plänen …

Corona Tagebuch: 30.03.2020 – Eine Woche „nur wir

Unsere Kolumnistin Christin schreibt direkt aus Leipzig: Christin ist mit Mann und Baby im Bauch im Mai 2018 von Kiew nach Leipzig gezogen. Während sie beruflich alle paar Jahre versetzt wird, ist Leipzig jetzt gerade ihre Wahlheimat auf Zeit. Was sie außer ihrem Wohnort sonst noch so wählt: Süßes statt Salzigem, heiße statt kalte Dusche und Minimalismus statt Konsum.   24.03.2020 – 11. Tag „nur wir“ Oh, wie bin ich froh über dieses kleine Tagebuch, was ich jetzt gerade führe. Nicht nur, weil ich hier meine vielen Gedanken sammeln kann, sondern auch, weil dies irgendwie gerade der einzige Anlass ist, zu dem ich mal in den Kalender schaue. Jeder Tag ist doch jetzt ein Sonntag: keine Termine, keine Einkäufe, keine Besuche, keine Geburtstagsfeiern. Und das auch nicht in naher Zukunft. Irgendwie vergeht die Zeit nicht, weil jeder Tag gleich ist. Irgendwie vergeht die Zeit so schnell und ich trauere all den Tagen nach, in denen ich meine Freunde und Familie nicht sehen konnte, wissend, dass ich ganz bald schon wieder weit weg wohnen werde. Urlaube …

Masken nähen gegen COVID-19 – Die Solidaritätsmaske

 Dieser Artikel ist von Ina. Sie ist Anästhesistin, Intensivmedizinerin und Notärztin aus Leipzig, Patchworkmama von insgesamt drei Kindern (zwei eigene und ein Patchworkkind). Gerade ist sie mit ihrer kleinen Tochter in Elternzeit und möchte dazu beitragen, dass sich möglichst viele Menschen vernünftig verhalten und wir die Mittel nutzen, die uns zur Verfügung stehen, um die Ansteckungsrate so gering wie möglich zu halten. Mit großer Sorge sehen wir die täglich steigenden Zahlen an SARS-COV-2-Infizierten und müssen davon ausgehen, dass schon bald unser medizinisches System stark überlastet sein könnte – mit schwersten Folgen für unsere Gesellschaft. Immer wieder hören wir von Menschen, die die Warnungen nicht ernst nehmen und sich nicht an die Regeln und Maßnahmen halten, da sie sich nicht zur „Risikogruppe“ zählen. Die Problematik betrifft aber nicht nur Patienten mit CoViD-19, sondern ALLE, denn wer soll die Verkehrsunfälle, Krebspatienten oder Hirnblutungen behandeln, wenn alle Intensivbetten belegt sind? Ein Satz hat mich letzte Woche aber abseits der Meldungen über Coronaparties, besonders betroffen gemacht. Im NDR-Podcast „Coronavirus-Update” sprach der Virologe Professor Christian Drosten über das Tragen von …

Corona Tagebuch: 20.03.2020 – Eine Woche „nur wir“

Unsere Kolumnistin Christin schreibt direkt aus Leipzig: Christin ist mit Mann und Baby im Bauch im Mai 2018 von Kiew nach Leipzig gezogen. Während sie beruflich alle paar Jahre versetzt wird, ist Leipzig jetzt gerade ihre Wahlheimat auf Zeit. Was sie außer ihrem Wohnort sonst noch so wählt: Süßes statt Salzigem, heiße statt kalte Dusche und Minimalismus statt Konsum. Diesen Text hier sollte es nicht geben. Eigentlich hab ich nämlich gar keine Zeit dafür. Mein Sohn schläft nur noch wenig, sein Papa arbeitet so viel und abends funktioniert mein Kopf nicht mehr gut genug, um zusammenhängende Sätze zu produzieren und zu Papier zu bringen. Dieser Text ist aber da. Weil ich Zeit habe. Weil ich so viel denke und aussprechen möchte. Weil gerade eine Ausnahmesituation in unser aller Leben getreten ist.   Was hat sich für uns in den letzten Tagen geändert? Eigentlich gar nicht so viel. Ich bin weiterhin in Elternzeit mit meinem Sohn zu Hause. Mein Freund hat weiterhin ein Unternehmen, was ihm erlaubt, von zu Hause zu arbeiten. Wir gehen nachmittags manchmal …