Alle Artikel in: Familienleben

Gesunde Kost für junge Mütter – Leipzigs Wochenbettcatering

„Ich habe es heute nicht mal geschafft zu duschen, geschweige denn richtig zu essen.“ Dieser Satz dürfte frischgebackenen Müttern bekannt vorkommen. Vielleicht haben sie ihn sogar selbst schon einmal verwendet.   Das Wochenbett ist eine Ausnahmesituation. Die Bedürfnisse der kleinen Babys stehen an erster Stelle, die der Mamas stehen hinten an. Dabei müssen gerade sie auf eine ausgewogene Ernährung achten, um wieder zu Kräften zu kommen. Diese Problematik ist Una und Nicole gut bekannt. Das brachte die beiden Gründerinnen auf die Idee ein Catering in Leipzig speziell für Wöchnerinnen anzubieten: heal meal. Die frisch gekochten Mahlzeiten kommen in Weckgläsern verpackt direkt zu den jungen Müttern nach Hause. Jedes Glas ist mit einer Nummer versehen. Anbei liegt ein Speiseplan für die Woche, der anzeigt, was die Gläser Schmackhaftes enthalten und bis wann das Essen haltbar ist. Für jeden Tag gibt es eine Hauptmahlzeit und ein Dessert. Dazu kommen noch Stillkugeln (sehr lecker), oder hausgemachte Müsliriegel, die sich die Mamis auch mal zwischendurch in den Mund schieben können, um schnell Kraft zu tanken. Alle Speisen werden frisch …

Plus eins. Wie es in Leipzig ist, ein Kind zu bekommen.

Zwischen dem 31.12.2018 und 31.12.2019 hatte Leipzig einen Bevölkerungszuwachs von etwa 5.000 Personen zu verzeichnen. Dazu gehören natürlich auch mein Freund und ich. Der für uns wichtigste Neu-Leipziger kam dann allerdings erst ein paar Wochen später dazu. Anfang Juni waren die Küche aufgebaut, die Schränke eingeräumt, das Internet angeschlossen und wir bereit für unseren neuen Mitbewohner. Gern würde ich an dieser Stelle einfügen, dass es nur noch ein paar Wehen brauchte, um unsere Familie zu ergänzen. Ganz so einfach ist es aber leider nicht, in Leipzig ein Kind zu bekommen. Auf meiner gefühlt niemals endenden To-Do-Liste zum Umzug waren noch die Punkte Treffen mit Hebamme, Kinderarzt und Krankenhaus als super wichtig markiert. Und das brauch ich wahrscheinlich niemandem zu erzählen: das sind nicht nur super wichtige Erledigungen sondern auf der Schwierigkeitsskala von 1 bis 10 eine dicke fette 11. Die unmögliche Suche Natürlich hatte ich vom Hebammenmangel in Deutschland gehört. Natürlich war ich auf eine längere Suche vorbereitet. Natürlich wusste ich, dass es schwierig werden würde. Aber so? Beim Wettlauf um eine Hebamme hab ich …

Filmtipps im Januar

Wir testen Filme für euch. Wenn sie empfehlenswert sind, erzählen wir euch davon. Denn es gibt doch nichts Schöneres, als gemütlich im Kino Popcorn zu knabbern oder gemeinsam mit der Familie auf dem Sofa einen Film zu schauen, denn alle gut finden.   Vier zauberhafte Schwestern   Der Kinofilm zur gleichnamigen Buchreihe von Sheridan Winn entführt seine Zuschauer in eine skurrile Welt voller Magie, Freundschaft und ungelöster Rätsel.   An ihrem neunten Geburtstag entdeckt Sky (Leonore von Berg), dass sie magische Fähigkeiten hat. Schon bald erfährt sie, dass ihre drei Schwestern Flame (Laila Padotzke), Marina (Hedda Erlebach) und Flora (Lilith Jona) ebenfalls solche Kräfte besitzen. Gemeinsam können sie die vier Elemente beherrschen. Doch auch die böse Zauberin Glenda (Katja Riemann) zeigt großes Interesse an dieser Macht mit der sie die Weltherrschaft an sich reißen will und versucht alles um die Mädchen auseinander zu bringen. Diese bereiten sich gerade auf einen Musik-Talentwettbewerb vor und spicken den Film mit frischen Gute-Laune-Songs. Allerdings erkennt Glenda die Musik als den Schwachpunkt der Schwestern und schafft es einen Keil zwischen …

Du bist anders, du bist gut

Nora Imlau hat das wunderbare Buch „So viel Freude, so viel Wut“ geschrieben. Das Buch handelt von gefühlsstarken Kindern und dem Verstehen und Begegnen. Ebenso wie es hochsensible Menschen gibt, gibt es auch besonders gefühlsstarke Kinder, denen die Eigenregulierung ihrer Gefühle oft schwer fällt. Kinder werden größer, daher handelt Nora´s zweites Buch „du bist anders, du bist gut“ davon, wie man diese Kinder beim Aufwachsen begleitet. Viele von uns haben vielleicht keine gefühlsstarken Kinder, aber es ist durchaus wichtig, dass wir diese ganz besonderen Kinder besser verstehen und ihnen besser begegnen können. Auf 2 Falschannahmen möchten wir hier eingehen. Also: Schluss mit den Vorurteilen! Was jeder über gefühlsstarke Kinder wissen sollte Wir haben heute so viel Wissen über gefühlsstarke Kinder. Und gleichzeitig das Problem, dass dieses Wissen so wenig verbreitet ist. Stattdessen regieren Vorurteile und grundfalsche Annahmen darüber, wieso Kinder sich herausfordernd verhalten und was Eltern dagegen tun müssten. Mütter und Väter gefühlsstarker Kinder müssen sich im Alltag also nicht nur mit den intrinsischen Herausforderungen herumschlagen, die das Leben mit einem hochemotionalen Energiebündel so mit …

Dezembergrau

Der Tag beginnt schleppend. Zwischen jammerndem Kleinkind und kämpfendem Kitakind ist alles dabei- auch in mir. Der Blick ins Nebelige versagt mir den orientierenden Horizont und verschluckt meine Kraft zusehens. Ich habe den Tag voller Erledigungen im Kopf, die doch durchkreuzt werden vom realen Alltag. Eine falsche Socke löst in meinem Kind eine Krise aus und während ich durch das Fenster seufzend ins Grau schaue, um mich zu sammeln, bekommt das Dezembergrau eine neue Nuance: Es lädt mich ein. das planvolle Abarbeiten meiner inneren Listen loszulassen und heute auch aufzugeben nach dem entfernten Horizont zu schielen. Dafür ist heute kein Raum. Heute darf ich mich ins Tasten und langsam sein hineingeben. Während die Socke doch an den Fuß meines Kindes wandert, werfe ich dem in Watte gehüllten diffusen Licht ein Lächeln zu. Der Dezember ist zum Spüren und Achtsam sein wie geschaffen.   Mal ganz anders Eltern und Kinder agieren manchmal wie ein geübter Schauspieler eines spannenden Theaterstückes. Oft ist das gut, um im Straßenverkehr oder bei Konzerten nicht viele Worte zu benötigen. Ich erreiche …

Zurück dann mit Übergepäck – Über das Ankommen und Zurechtfinden in der neuen alten Heimat.

Da saß ich nun in der schwarz-weiß gefliesten Küche unserer neuen Wohnung in Altlindenau auf dem Boden, Stühle gab es schließlich noch keine. Neben mir die IKEA-Anleitung für die neue Küche, vor mir der kugelrunde Bauch einer Schwangeren im neunten Monat. Und im Kopf kreisten die Gedanken. Wann kommen wohl die Möbel an? Und lernen wir unser Baby pünktlich zum Entbindungstermin kennen? Wie genau funktioniert das nochmal mit der Anmeldung beim Einwohnermeldeamt und wann genau wollte die Hebamme kommen? Und was kostet nochmal ein Ticket für die Straßenbahn? Zurückblickend muss ich sagen: das war auch alles ein bisschen viel auf einmal. Einen Umzug von Kiew nach Leipzig zu planen und das nur fünf Wochen vor der bevorstehenden Geburt meines ersten Kindes. Klar, ich habe gegenüber vielen anderen Zugezogenen den Vorteil, dass das nicht mein erster Umzug war. Aber den letzten habe ich aus beruflichen Gründen aus einem WG-Zimmer in Berlin als Single angetreten und zurück komme ich nun mit meinem Freund, der bisher nur einmal zu Besuch in Deutschland war, und einem kleinen Baby im …

Vom Einzelkind zum großen Bruder. Oder, die Angst davor die Liebe teilen zu müssen.

Da liege ich in unserem großen neuen Bett und die Tränen laufen mir in Sturzbächen über das Gesicht. Dicht an mich gekuschelt liegt mein Babymädchen, 5 Tage alt. Meilenweit von mir entfernt liegt mein großer Junge. 3 Jahre alt, seit 5 Tagen großer Bruder. Was habe ich diesen Moment gefürchtet, wenn meine Nummer 1 plötzlich merkt, dass da ein neuer Mensch in unserem Leben ist. Ein kleines Wesen, das ihn zum großen Bruder macht, wegen dem er den Status Einzelkind verliert. „Wenn der Mini seine Schwester zum ersten mal sieht, das ist ein magischer Moment!“, schwärmen mir Freundinnen vor. „Das musst du unbedingt für die Ewigkeit festhalten.“ Und die Realität? Der Mini kommt ins Krankenhaus, freut sich tierisch mich zu sehen. „Willst du deine Babyschwester mal sehen“, gurre ich? „Nein danke, hab schon!“ Gut, das Kamerateam kann ich nach Hause schicken. Doch versetze ich mich in die Lage meines kleinen Lausbuben, dann wird mir die Tragweite der neuen Situation bewusst. Zwischen mich und den Mini passt kein Blatt. Mein sensibler, lustiger und lebensfroher kleiner Blondschopf. …

Fritzi war dabei – eine Wendewundergeschichte

Nicht mehr lange und der Tag der Wende ist zum 20. Mal in Folge herangerückt. 20 Jahre BRD, 20 Jahre, die sehr prägsam waren, aber auch 20 Jahre der Mühsal, des Wiederaufbaus und 30 Jahre, die für manche Menschen nicht so leicht waren. Nicht jeder hat den Kapitalismus herbei gesehnt, gleichzeitig die neue Freiheit auch sehr genossen. So viel hat sich geändert, während unsere Generation noch in der DDR geboren wurde, können sich unsere Kinder kaum mehr vorstellen, wie das Leben damals wohl ausgesehen hat. Der Klett Verlag hat dieses wunderbare Buch „Fritzi war dabei“ herausgebracht, um Kinder an dieses geschichtliche Ereignis heranzuführen. Es ist geeignet für Kinder ab 8 Jahre, allerdings kann man es auch vorher schon vorlesen. Das Buch Ein kurzer Ausschnitt: „Hat Fritzi das alles erlebt? Und hat sie es selber erzählt? Ja und nein. Alles, was ihr in diesem Buch gelesen habt, ist wahr. Früher gab es wirklich zwei Deutschlands, und wer in Leipzig wohnte und eine Oma in München hatte, durfte sie tatsächlich nicht besuchen. In Berlin gab es sogar …

Die Grundbedürfnisse gefühlsstarker Kinder

„Wir alle brauchen Luft zum Atmen, genügend zu essen und zu trinken, eine sichere Umgebung sowie ausreichend Schlaf, um zu überleben. Doch neben diesen körperlichen Grundbedürfnissen haben wir Menschen auch seelische Grundbedürfnisse, die erfüllt sein müssen, damit es Kindern wie Erwachsenen auf Dauer gut gehen kann. Zu diesen gehören das Bedürfnis nach Nähe und Bindung das Bedürfnis nach Halt und Orientierung das Bedürfnis nach Selbstwirksamkeit und Autonomie das Bedürfnis nach Wertschätzung und Akzeptanz Anders als bei unseren körperlichen Grundbedürfnissen liegt es in der Natur unserer seelischen Grundbedürfnisse, dass diese sich in einem ständigen Widerstreit befinden und niemals alle gleichzeitig komplett erfüllt sein können: Völlige Verbundenheit ist schließlich das Gegenteil vollkommener Autonomie, und begrenzender Halt von außen steht der freien Entfaltung in totaler Selbstwirksamkeit entgegen. Doch genau aus diesem Spannungsfeld entsteht jene gesunde Balance der Bedürfnisse, die für unsere seelische Gesundheit so wichtig ist. In Bezug auf gefühlsstarke Kinder heißt das: Es kann nicht unser Ziel als Eltern sein, ihren inneren Konflikt zwischen Nähebedürfnis und Freiheitsdrang, Sehnsucht nach Strukturen und Rebellion gegen Grenzen aufzulösen. Denn genau …

Möwengeschrei und Strandwurst – Unser erster Strandurlaub zu dritt

Sommerzeit ist Reisezeit und seit fast drei Jahren verreisen wir nicht mehr als kinderloses Pärchen, sondern in Familie. Das ist sozusagen die fortgeschrittene Variante. Wir werden von Jahr zu Jahr besser darin, entspannter. Doch unseren ersten Strandurlaub habe ich noch lebhaft im Gedächtnis … Sommer 2017: Es soll Paare geben, für die der gemeinsame Urlaub zu einer wahren Beziehungsprobe wird. Sommer, Sonne, Zickigsein. Bei uns nicht! Im Urlaub war alles so entspannt und harmonisch, fast schon kitschig.Doch echt, zu zweit verreisen konnten wir bislang gut warum soll das nicht auch mit Baby gehen? Ein Strandtag lief bei uns für gewöhnlich folgendermaßen ab: Irgendwann am späten Vormittag aufwachen, opulentes Frühstück mit frischen Brötchen, Obst und allem was das Herz begehrt. Danach einen Blick gen Himmel, ein paar Milchreis-Wölckchen, ansonsten Sonnenschein. Ab ans Meer! Die Strandtasche steht noch vom Vortag. Der Inhalt besteht aus Badetuch, Bikini & Buch. Fertig!Den ganzen Tag aalt man in der Sonne, steckt immer mal einen Zeh ins kühle Nass, holt sich ein Eis zum Mittag, liest, und am Abend kehrt man mit …