Alle Artikel in: Familienleben

Fritzi war dabei – eine Wendewundergeschichte

Nicht mehr lange und der Tag der Wende ist zum 20. Mal in Folge herangerückt. 20 Jahre BRD, 20 Jahre, die sehr prägsam waren, aber auch 20 Jahre der Mühsal, des Wiederaufbaus und 30 Jahre, die für manche Menschen nicht so leicht waren. Nicht jeder hat den Kapitalismus herbei gesehnt, gleichzeitig die neue Freiheit auch sehr genossen. So viel hat sich geändert, während unsere Generation noch in der DDR geboren wurde, können sich unsere Kinder kaum mehr vorstellen, wie das Leben damals wohl ausgesehen hat. Der Klett Verlag hat dieses wunderbare Buch „Fritzi war dabei“ herausgebracht, um Kinder an dieses geschichtliche Ereignis heranzuführen. Es ist geeignet für Kinder ab 8 Jahre, allerdings kann man es auch vorher schon vorlesen. Das Buch Ein kurzer Ausschnitt: „Hat Fritzi das alles erlebt? Und hat sie es selber erzählt? Ja und nein. Alles, was ihr in diesem Buch gelesen habt, ist wahr. Früher gab es wirklich zwei Deutschlands, und wer in Leipzig wohnte und eine Oma in München hatte, durfte sie tatsächlich nicht besuchen. In Berlin gab es sogar …

Die Grundbedürfnisse gefühlsstarker Kinder

„Wir alle brauchen Luft zum Atmen, genügend zu essen und zu trinken, eine sichere Umgebung sowie ausreichend Schlaf, um zu überleben. Doch neben diesen körperlichen Grundbedürfnissen haben wir Menschen auch seelische Grundbedürfnisse, die erfüllt sein müssen, damit es Kindern wie Erwachsenen auf Dauer gut gehen kann. Zu diesen gehören das Bedürfnis nach Nähe und Bindung das Bedürfnis nach Halt und Orientierung das Bedürfnis nach Selbstwirksamkeit und Autonomie das Bedürfnis nach Wertschätzung und Akzeptanz Anders als bei unseren körperlichen Grundbedürfnissen liegt es in der Natur unserer seelischen Grundbedürfnisse, dass diese sich in einem ständigen Widerstreit befinden und niemals alle gleichzeitig komplett erfüllt sein können: Völlige Verbundenheit ist schließlich das Gegenteil vollkommener Autonomie, und begrenzender Halt von außen steht der freien Entfaltung in totaler Selbstwirksamkeit entgegen. Doch genau aus diesem Spannungsfeld entsteht jene gesunde Balance der Bedürfnisse, die für unsere seelische Gesundheit so wichtig ist. In Bezug auf gefühlsstarke Kinder heißt das: Es kann nicht unser Ziel als Eltern sein, ihren inneren Konflikt zwischen Nähebedürfnis und Freiheitsdrang, Sehnsucht nach Strukturen und Rebellion gegen Grenzen aufzulösen. Denn genau …

Möwengeschrei und Strandwurst – Unser erster Strandurlaub zu dritt

Sommerzeit ist Reisezeit und seit fast drei Jahren verreisen wir nicht mehr als kinderloses Pärchen, sondern in Familie. Das ist sozusagen die fortgeschrittene Variante. Wir werden von Jahr zu Jahr besser darin, entspannter. Doch unseren ersten Strandurlaub habe ich noch lebhaft im Gedächtnis … Sommer 2017: Es soll Paare geben, für die der gemeinsame Urlaub zu einer wahren Beziehungsprobe wird. Sommer, Sonne, Zickigsein. Bei uns nicht! Im Urlaub war alles so entspannt und harmonisch, fast schon kitschig.Doch echt, zu zweit verreisen konnten wir bislang gut warum soll das nicht auch mit Baby gehen? Ein Strandtag lief bei uns für gewöhnlich folgendermaßen ab: Irgendwann am späten Vormittag aufwachen, opulentes Frühstück mit frischen Brötchen, Obst und allem was das Herz begehrt. Danach einen Blick gen Himmel, ein paar Milchreis-Wölckchen, ansonsten Sonnenschein. Ab ans Meer! Die Strandtasche steht noch vom Vortag. Der Inhalt besteht aus Badetuch, Bikini & Buch. Fertig!Den ganzen Tag aalt man in der Sonne, steckt immer mal einen Zeh ins kühle Nass, holt sich ein Eis zum Mittag, liest, und am Abend kehrt man mit …

Ei, Ei, Ei – in 5 Minuten zum hübschen Osterschmuck

Bunte Ostereier gehören zum Osterfest dazu, da beißt die Maus kein Faden ab. Meine Oma färbte die Eier früher mit roten Zwiebelschalen, meine Mama hatte vor den Feiertagen überall große Einmachgläser mit bunten Farben stehen, in der wir Kinder die Eier gluckernd reinplumpsen ließen. Am Ende kamen noch bunte Sticker drauf, wir Kinder waren verzückt! Nun sind es bis zum großen Osterfest nur noch wenige Tage und es gibt sicher noch genug zu tun. Auf hübsche Ostereier müsst ihr dennoch nicht verzichten, mit diesem einfachen Trick sind sie in 5 Minuten fertig und sehen auch noch EInzigartig aus! Das tätowierte Ei   Wir haben unsere Ostereier mit selbstklebenden Tattoos verziert. Ja genau, mit solchen, die man früher Beispielsweise in der BRAVO Girl fand. Geht fix, schaut super aus. Die Tattoos gibt es in zahlreichen Varianten zu kaufen. Unsere sind von der lieben Melanie, von Hooray Today – die uns überhaupt erst zu diesem DIY inspirierte. Und so einfach schmückt ihr das Osterei: Schritt 1: Säubert die Eier mit Essig, so lassen sich Schmutz und Stempel …

Ein leckeres Honig–Osterlamm und wie wir zuhause auf Süßigkeiten verzichten

Vor der Geburt meiner Tochter, vor etwas mehr als zwei Jahren war ich eine absolute Naschkatze. Naja, um ehrlich zu sein, manchmal bin ich das heute noch. Aber mit der Geburt meiner Tochter hat sich etwas Entscheidendes verändert: Auf einmal war mir wichtig, was auf unserem Tisch landet.   Ich habe angefangen über unsere Ernährung nachzudenken, habe aufgehört Convenience Food zu kaufen und versucht mein persönliches Zucker-Dilemma zu beenden. Zur gleichen Zeit ist bei uns Zuhause der Thermomix, eine Küchenmaschine aus dem Hause Vorwerk, eingezogen. Und damit eine unendliche Erleichterung in der Küche. Aus meiner großen Thermomix-Liebe, die seit dem ersten Tag anhält, ist inzwischen mein Job geworden. Ich bin selbstständige Thermomix-Repräsentantin hier in Leipzig und versuche jeden Tag das Leben vieler Eltern zu erleichtern.   Heute habe ich ein wundervolles Osterrezept vorbereitet. Denn mit Ostern steht auch die Frage nach einfach guten Rezepten für das Osterfrühstück vor der Tür. Im besten Fall macht es etwas her, ist lecker und vor allem mit Kindern umzusetzen. Und keine Panik, du kannst das Rezept auch ohne Hilfe …

Wie lernt man andere Mütter und Väter kennen? Zum Beispiel mit dem „Tinder für Eltern“!

Foto: BARRIO (unbezahlte Werbung und ein Gewinnspiel)   „Wenn man das erste Mal Eltern wird, dann werden die Karten neu gemischt. Der Freundeskreis wird einfach neu definiert, weil sich die Interessen mit einem Schlag ändern.“  – Melanie Epp, Gründerin von BARRIO – Dass sich mit der Geburt des ersten Kindes eine Menge verändert, muss man wohl niemandem erklären. Plötzlich hat man einen ganz anderen Tagesablauf und völlig andere Themen die einen umtreiben. Und auch wenn so ein kleiner Mensch einen den ganzen Tag gut in Schach halten kann, so ist es doch auch schön, sich ab und an mal mit anderen Erwachsenen zu treffen, die gerade die gleiche unfassbare Freude und auch das gleiche Leid teilen. Diese Überlegung war Stein des Anstoßes für BARRIO, einer App die Eltern unter anderem helfen soll, Kontakte mit anderen Eltern zu knüpfen. Melanie Epp, selbst Mutter von drei Kindern, gründete BARRIO vor etwa einem Jahr und erklärt uns im Gespräch, was es mit der App auf sich hat. Liebe Melanie, ihr nennt eure App selbst scherzhaft das „Tinder für …

Du machst das toll

Wahnsinn, wie wir als Eltern hin- und herrennen. Wir arbeiten, wir putzen, wir kaufen ein, wir fahren die Zöglinge von A nach B, wir schmieren Brote, kämmen Haare, trocknen Tränen, halten kleine Händchen… und doch befinden wir uns in einem permanenten Leistungsdruck mit anderen Eltern. Wie schaffen die anderen das bloß? Die Mutter arbeitet nur halbtags, aber die Familie hat ein großes Haus? Wie kann das sein? Wieso hat deren Kind schon wieder einen neuen Schulranzen? Ich habe keine Kraft, noch einen Kuchen zu backen, aber wenn ich keinen backe, sieht das komisch aus. Ich habe von Eltern gehört, die kaufen Kuchen und drücken ihn dann zu Hause platt, damit er selbstgemacht aussieht. Es gibt Familien, die sich hoch verschulden, damit sie auch in den Urlaub fahren können oder neue Wohnungseinrichtung kaufen können. Für wen denn bitte? Wir Eltern rennen permanent durchs Leben und führen uns viel zu oft unzulänglich. Wir versagen. Wir sind manchmal nicht die Eltern, die wir gerne wären. Der Tag hat immer viel zu wenig Stunden um allem gerecht zu werden. …

slow family living in der Großstadt – geht das?

Die meisten von uns träumen von einem Leben wie in Bullerbü. Die Autorin von “Die Kinder vom Möwenweg” hat versucht, dieses zauberhafte Bullerbü Leben in unsere Realität zu bringen. Mit ziemlich viel Erfolg, meiner Meinung nach. (Buchtipp am Rande!) Man kann demnach auch im HEUTE eine Art Bullerbü-Leben führen und ich behaupte: Das geht auch in der Großstadt. Was bedeutet, es „slow“ zu leben? Slow Family zu leben bedeutet nicht unbedingt, dass es ein Leben auf dem Dorf und ohne Termine sein muss. Sondern, es ist eine innere Haltung, ein Lebensstil. Wir müssen wegkommen, vom klingelnden Handy und hin zu unserem eigenen Herzschlag. Weg von den übervollen Einkaufsstraßen und mit nackten Füßen auf die Wiese. Weniger Facebook, mehr Realität. Slow family bedeutet, sich weniger zu hetzen. Weniger ist mehr. Damit schaffen wir mehr Raum und Ruhe für uns und unsere Beziehungen. Wir können unsere Träume besser verwirklichen und entscheiden, was wirklich wichtig ist. Wir treffen achtsamere Entscheidungen und leben entspannter. Jeder Tag ist machbar in unserem eigenen Tempo. Slow family findet zu Hause statt, in …