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Eisenach – 3 abenteuerliche Wanderwege für die ganze Familie

„Kinder, wollen wir einen Spaziergang machen?“

Na, hört ihr die begeisterten Jubelschreie? Nicht? Dann versucht es mal damit:

„Kinder, habt ihr Lust auf eine Abenteuertour durch den Wald? Auf den Spuren von Drachen und Elfen und auf Erkundung längst verlassener Burgen und geheimnisvoller Höhlen?“

Und jetzt, wo wir die Aufmerksamkeit aller großen und kleinen Entdecker:innen haben, verraten wir euch, wo in Eisenach ihr diese magischen Orte findet.

Auf dem Rosa Krokodil erhaltet ihr Freizeit- und Ausflugstipps von Familien für Familien. Gemeinsam mit dem Kroki könnt ihr so eure Heimat neu entdecken und kommt vielleicht an Orte, die ihr bislang noch gar nicht kanntet.

Die Eliashöhle

Wenn man hoch oben auf der Wartburg steht, blickt man auf ein riesengroßes dunkelgrünes Blätterdach hinab. Welche Geheimnisse dort unten wohl liegen? Zum Beispiel das von Elias. Der Einsiedler soll angeblich einst in einer der Spalthöhlen unterhalb der Wartburg gehaust haben. Elisabeth von Thüringen habe ihn, von der nahen Burg herüberkommend, gepflegt.

Der Weg zu der Spalte – heute Eliashöhle genannt – ist ebenso abenteuerlich wie diese Geschichte. Wir starten vom Parkplatz, der am Fuße der Wartburg liegt. Zu Fuß geht es quer über den Parkplatz (dabei umrunden wir die Burg entgegen des Uhrzeigersinns), in den Wald hinein. Hier gibt es das erste Hinweisschild zur Eliashöhle.

Wie tief traut ihr euch in die Eliashöhle? Foto: Annekatrin Weisse

Nun beginnt ein schmaler Pfad, der so abenteuerlich ist, dass selbst kleine Wandermuffel  beeindruckt sein werden. Felsen ragen in die Höhe, Baumwurzeln krallen sich wie schlanke Finger in den Boden. Es ist mystisch schön. Doch Achtung: Der Pfad ist teilweise so schmal und der Abgrund so tief, dass man schwindelfrei sein sollte und manche Passage erfordert bei nassem oder rutschigen Untergrund Trittsicherheit.

Der geschlungene Pfad führt direkt zur Spaltenhöhle. Foto: Annekatrin Weisse

Der Pfad mündet schließlich wieder auf den Hauptwanderweg, der die Wartburg mit der Sängerwiese verbindet. Entsprechend kann die Wanderung dann fortgesetzt werden oder man kehr zurück zum Ausgangspunkt.

Foto: Annekatrin Weisse

 

Die Elfengrotte

Die Drachenschlucht ist weit über die Grenzen von Eisenach bekannt. Zu Recht! Eine Wanderung durch die Klamm lohnt sich. Nicht so bekannt aber genauso reizvoll ist die Elfengrotte. Wenn man  aus dem Mariental kommend zur Drachenschlucht wandert, dann lässt man den Eingang zur Drachenschlucht (im wahrsten Sinne des Wortes) links liegen und wandert bergauf. Dort sind die Knöpfelsteiche und die Elfengrotte ausgeschildert. Schon bald wird der Wald immer dichter und die moosbewachsenen Felsen ragen immer steiler hinauf.

Foto: Annekatrin Weisse

Mit jedem Schritt gibt es mehr zu entdecken. Es ist, als wäre man im Sherwood Forrest und jedem Moment würde Robin Hood von einem Ast springen. Die Sonnenstrahlen funkeln durch die sattgrünen Baumkronen der Buchen, eine schroffe, knapp 11 Meter hohe Felswand türmt sich auf, ein kleiner Wasserfall bahnt sich über die moosgrünen Felsen seinen Weg ins Tal. Wir sind an der Elfengrotte – ein wahrhaft magischer Ort! Und wer weiß, vielleicht finden ganz aufmerksame kleine Wander:innen auch Spuren von geheimnisvollen Waldbewohnern.

Foto: Annekatrin Weisse

Der Metilstein

Es geht wirklich steil nach oben und man muss recht schwindelfrei sein, doch wenn man oben angekommen ist, dann wird man mit einem Ausblick belohnt, der dem legendären Blick von der Wartburg aus in nichts nachsteht. Der Metilstein ist 365 Meter hoch und liegt gegenüber der berühmten Wartburg. Und auch hier hat einst eine Burg gestanden. Wenn man das weiß, dann erkennt man auch die Ruine der Burg Metilstein, verschiedene bearbeitete Felspartien, noch erkennbares Mauerwerk sowie Mörtel. Am beeindruckendsten sind die Treppenstufen, die in die mächtigen Felsen gehauen wurden und einst zur Burg führten. Rund um den kegelförmigen Gipfelfelsen findet man hier und da noch weitere Spuren, wie eine Bank, die in den Fels gehauen wurde.

Die Treppenstufen der Burgruine Metilstein sind noch gut zu erkennen. Foto: Goldene Fotografie

Den Metilstein kann man von verschiedenen Punkten aus erreichen. Von Marktplatz kommend geht man am besten den Schloßberg hinauf und hält sich dann immer rechts (die Wartburg befindet sich auf der linken Seite). Oben auf dem Stein steht eine Bank, auf der man ein Picknick abhalten und den Blick über die Stadt, die Wartburg, das Buschenschaftsdenkmal und bis hin zum Inselberg genießen kann.

Der Ausblick vom Metilstein ist vielleicht sogar noch schöner als der von der Wartburg. Foto: Goldine Fotografie

Foto: Goldene Fotografie

 

Viel Spaß auf eurer Entdeckungstour wünscht das

Rosa Krokodil

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