Weihnachten
Kommentare 1

Türchen 4 – Känguru Salsa

Früher tanzte Stefania Abbondi mit ihrer Freundin nächtelang auf Salsa-Partys. Dann wurde die Freundin schwanger und schlug sich anders die Nächte um die Ohren. Doch Stefania wollte nicht auf das Tanzen mit ihr verzichten. Und so war die Idee zum Känguru Salsa geboren. Im Interview erzählt die gebürtige Südtirolerin von ihrer Passion.

Stefania: „Beim Känguru Salsa schnallt sich die Mama einfach das Baby an und tanzt gemeinsam mit ihm. Entstanden ist das alles mehr oder weniger naiv. Doch überall stieß meine Idee auf Begeisterung. Und erst nach und nach erfuhr ich, wie gut dieser Tanzsport für Mama und Kind ist.“ Denn es fördert nicht nur die Bindung zwischen beiden, sondern dient, bei richtiger Ausführung, auch als Rückbildungsgymnastik.

Foto: Timpelan Photography

Tanzen mit Expertise

Deswegen holte sich die Südtirolerin Expertinnen ins Boot. Mit einer Hebamme und einer ausgebildeten Trageberaterin wurde aus dem Hobby ein ernstzunehmendes Kursangebot. „In der Kursstunde erlernen wir einfache Salsa-, Merengue- und Bachata- Choreographien. Selbst wenn du zwei linke Füße hast, kannst du mitmachen. Denn im Fokus steht die Lebensfreude und die Bindung zu deinem Baby!“ Stefania selbst tanzt Salsa seitdem sie 15 ist. „In Italien habe ich den Tanz das erste Mal gesehen und mich direkt verliebt. Er ist so viel Leidenschaft und gute Laune! Und genau das möchte ich auch den jungen Müttern mitgeben; sie sollen sich gut fühlen in ihrem Körper und eine Stunde lang einfach nur Spaß haben, fernab vom Alltag.“

Frauen-Power auf ganzer Linie

Neben dem Tanzen liegt Stefania ein Thema besonders am Herzen: Female Empowerment. In der Känguru Akademie kann man sich zur Trainerin ausbilden lassen. Die Salsa-Trainerinnen können sich in ganz Deutschland ausbilden lassen und bekommen ein geschütztes Gebiet zugewiesen, in dem nur sie ihre Kurse anbieten dürfen. Die Ausbildung beinhaltet neben Tanz-, Trage- und Anatomiekursen auch Finanzberatung. „Wir wollen, dass unsere Trainerinnen von diesem Beruf leben können und mit den Kursen viele andere Frauen bestärken.“

Ihr wollt auch eure Hüften und euer Baby kreisen lassen?

Online-Kurse: www.kangurusalsa.com

Live-Kurse: Hillerstraße 4, 04109 Leipzig

Wie feiert Stefania Weihnachten?

Foto: Timpelan Photography

Was ist bei euch in der Familie ein typischer Weihnachtsbrauch?

Am Heiligen Abend essen wir alle zusammen und danach öffnen wir die Geschenke, die unter dem Baum stehen. Als Kind war das das allerschönsten Highlight des ganzen Jahres! Mein Vater hat natürlich Santa Claus gespielt (der auf italienisch Babbo Natale – wörtlich übersetzt Vater Weihnachten – heißt) und ich und meine Schwester haben Weihnachtslieder für ihn gesungen oder Gedichte aufgesagt.

Was war das schönste Geschenk, was du/ihr als Kind zu Weihnachten bekommen hast/habt?

Ein Karaoke! Ich war schon als Kind künstlerisch geprägt und als ich ungefähr 6 oder 7 war, habe ich dieses wunderschönes Gerät geschenkt bekommen, mit einem Mikro mit dem ich meine Stimme während des Singens aufnehmen konnte. Das war für mich das allerschönste Geschenk und einige Jahre später bin ich Opernsängerin geworden. Ist das ein Zufall? 😉

Welches Rezept/Essen gehört für dich zum Fest?

Auf jeden Fall muss man ganz viel essen, sonst ist es gar nicht Weihnachten 🙂 Tortellini in Fleischbrühe ist sehr typisch bei uns am Heiligen Abend, sowie auch Ente mit Orangen und alle mögliche Antipasti. Tiramisú als Dessert darf natürlich auch nicht fehlen!

Was magst du an Weihnachten in Leipzig besonders?

Ich liebe Den Weihnachtsmarkt! Für mich ist der schönste Markt überhaupt. Die Atmosphäre, die Kunsthandwerkliche Produkte, der Glühwein, die Leckereien, den Lachs! Es gibt sogar eine Südtiroler Ecke, damit ich mich auch zuhause fühlen kann. Ich glaube die Leipziger haben diese extra für mich eingerichtet, oder zumindest ist es schön sowas zu denken. Leipzig ist in der Weihnachtszeit einfach unwiderstehlich

 

Wollen wir nur hoffen, dass unser geliebter Weihnachtsmarkt in der nächsten Saison wieder in all seiner Pracht erstrahlen kann.

Foto: Timpelan Photography

1 Kommentare

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.