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Fritzi war dabei – eine Wendewundergeschichte

Nicht mehr lange und der Tag der Wende ist zum 20. Mal in Folge herangerückt. 20 Jahre BRD, 20 Jahre, die sehr prägsam waren, aber auch 20 Jahre der Mühsal, des Wiederaufbaus und 30 Jahre, die für manche Menschen nicht so leicht waren. Nicht jeder hat den Kapitalismus herbei gesehnt, gleichzeitig die neue Freiheit auch sehr genossen. So viel hat sich geändert, während unsere Generation noch in der DDR geboren wurde, können sich unsere Kinder kaum mehr vorstellen, wie das Leben damals wohl ausgesehen hat.

Der Klett Verlag hat dieses wunderbare Buch „Fritzi war dabei“ herausgebracht, um Kinder an dieses geschichtliche Ereignis heranzuführen. Es ist geeignet für Kinder ab 8 Jahre, allerdings kann man es auch vorher schon vorlesen.

Das Buch

Ein kurzer Ausschnitt:

„Hat Fritzi das alles erlebt? Und hat sie es selber erzählt? Ja und nein. Alles, was ihr in diesem Buch gelesen habt, ist wahr. Früher gab es wirklich zwei Deutschlands, und wer in Leipzig wohnte und eine Oma in München hatte, durfte sie tatsächlich nicht besuchen. In Berlin gab es sogar eine hohe und ganz streng bewachte Mauer, damit niemand vom Osten der Stadt in den Westen kam, wenn er nicht eine Erlaubnis hatte. So eine Erlaubnis bekamen aber nur ganz wenige.

Es gab in der DDR auch wirklich Menschen, die den ganzen Tag nichts anderes taten, als aufzupassen, ob die Leute um sie herum etwas taten, was der Staat verboten hatte, und sie dann zu verpetzen. Sie hießen Stasi-Leute, weil die „Firma“, für die sie arbeiteten, das „Ministerium für Staatssicherheit“ war. Auch alles andere stimmt: Immer mehr Menschen wollten die DDR verlassen und stellten einen Ausreiseantrag. Ihr „Geheimzeichen“ war die weiße Schleife am Auto. Und schließlich kamen im Sommer 1989 ganz viele Leute einfach nicht mehr aus dem Ungarn-Urlaub zurück…..“

Das Buch von Hanna Schott liest sich leicht und spannend. Auch für Eltern ist es eines dieser Bücher, die man wirklich gern vorliest. Es ist hier für 8 Euro und 11 Euro erhältlich.

Das Buch als Film

Ab 9. Oktober wird das Buch als Kinofilm zu sehen sein! Und es ist einzigartig, Leipzig hier als Cartoon zu sehen.

Die Inhaltsangabe liest sich wie folgt:

„Leipzig im Jahr 1989: Die Sommerferien stehen vor der Tür und Fritzi freut sich darauf, Zeit mit ihrer besten Freundin Sophie und ihrem Hund Sputnik zu verbringen. Doch dann gesteht ihr Sophie, dass sie mit ihrer Mutter in den Urlaub nach Ungarn fahren wird, und bittet sie, in dieser Zeit auf Sputnik aufzupassen. Schon bald wundert sich Fritzi allerdings, dass sie während der Ferien gar nichts von Sophie hört, und als die Schule wieder beginnt, ist endgültig klar, dass etwas nicht stimmt: Sophie kommt nämlich am ersten Tag nach den Ferien nicht in die Schule und Fritzi erkennt, dass sie mit ihrer Mutter über Ungarn nach Westdeutschland geflüchtet ist. Fritzi beschließt, ihrer Freundin gemeinsam mit Sputnik auf eigene Faust hinterher zu reisen, doch dabei gerät sie unverhofft mitten in die zunehmenden Proteste und Demonstrationen, die schließlich zum Ende der DDR und zum Fall der Mauer führen …“

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https://www.youtube.com/watch?v=w_lUwTPNES0

 

Das Buch als Stadtführung

In Leipzig wird extra noch bis zum 15. November eine Stadtführung angeboten. Der Stadtrundgang widmen sich mit viel Fingerspitzengefühl den Fragen, Unsicherheiten und Ängsten der Menschen im Herbst 1989. Der Stadtrundgang bietet Schul-klassen und Kindergruppen im Alter von 8 bis 12 Jahren die Möglichkeit, die Ereignisse der Wendezeit vor 30 Jahren nachzuvollziehen. Die Tour dauert etwa eine Stunde und eignet sich für Projekttage, Wandertage, Familienausflüge oder Klassenfahrten nach Leipzig. Da es sich um ein Projekt der Stiftung Friedliche Revolution handelt, ist der Rundgang kostenfrei.

Adresse:

Stiftung Friedliche RevolutionNikolaikirchhof 3, Telefon 0341 / 983 78 60

2 Kommentare

  1. Chrissi sagt

    Hallo, ein tolles Buch. Mein Sohn liest es gerade in der Schule und da hab ich es mir auch geschnappt. Es sind tatsächlich schon 30 Jahre, nicht 20. Unglaublich, ich weiß.

    • rosakroko sagt

      Ja, uns ist der Fehler selbst erst 2 Stunden später bewusst geworden:) Total verrückt. Ich fühle mich gleich ganz alt.

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