Alle Artikel in: Elternschaft

10 Dinge, die ich dachte, BEVOR ich Mutter wurde

Bevor ich Mutter wurde hatte ich eine ganz klare Vorstellung davon, wie das Leben mit einem kleinen Baby sein wird und vor allem, wie ich als Mutter sein werde. Ich war felsenfest der Meinung, dass ich eine verdammt coole Mama werde: tiefen entspannt, ausgeglichen, mit frischem Teint. Und dann kam das Kind und zeigte mir, wo der Hase lang läuft! 1. Das Baby soll sich unserem Leben anpassen, nicht umgekehrt. Jawohl. Das habe ich wirklich mal gedacht. Völlig im Ernst. So ein kleines Wesen, kann ja nicht ernsthaft den Alltag von zwei erwachsenen Menschen bestimmen. Ich schmunzle während ich das tippe. Mein Blick wandert über unseren Indoor-Spielplatz (ehemals Wohnzimmer) zum Babyphone. Solange er schläft kann ich schon mal die nächste Mahlzeit vorbereiten, den Mount Dreckwäsche erklimmen, den Windeleimer leeren … Nein, mein Leben hat sich nicht dem Baby angepasst, sondern vielmehr Mahlzeiten und Schlafenszeiten. Essen, Schlafen, Essen, Schlafen … Ist doch nett, oder?   2. Bei uns wird das alles anders. Ganz ehrlich, ich glaube dieser Gedanke ist von Natur aus in uns. Muss auch …

Der geplatzte Traum der Traumgeburt

Jede zweite Mutter hat nach der Geburt ihres Babys damit zu kämpfen, dass sich ihre Wünsche und Hoffnungen für die Geburt nicht erfüllt habe. Wie kommt es, das diese Zahl so hoch ist? Es wäre leicht, die Schuld dafür bei den Frauen selbst zu suchen: Wenn so viele von ihrem Geburtserlebnis enttäuscht sind, dann sind die Erwartungen heutiger Schwangerer wohl einfach zu hoch. Doch wer genauer nachfragt, warum so viele Mütter von ihrer Geburtserfahrung enttäuscht sind, stellt fest: Diese Frauen sind mit durchaus realistischen Vorstellungen in die Geburt gegangen. Sie wussten, dass eine Geburt sehr lange dauern kann, ungeheuer anstrengend ist und das starke Schmezen oft dazugehören. Auf all das waren sie vorbereitet. Worauf sie nicht vorbereitet waren, war das Gefühl, mit ihrer Anstrengung, ihrem Schmerz und ihrer Angst alleingelassen zu werden. Was sie erschreckt hat, waren die vielen fremden Hände an ihrem Körper, die zahlreichen Eingriffe in den natürlichen Geburtsverlauf. Womit sie nicht gerechnet hatten, war, wie schnell eine natürlich begonnene Geburt im Operationssaal enden kann. Dass die Hälfte der Mütter hierzulande unzufrieden mit …

Ver-ein-bar-keit. Mein persönlicher Spagat

Vereinbarkeit. Ver-ein-bar-keit. Ein großes Wort. Ein schwieriges Wort. Meist bezeichnet es den Spagat zwischen Elternschaft und Berufsausübung- oder wie eben in meinem Fall: den Spagat zwischen Mama sein und Vollzeitstudium. Ich studiere in meinem letzten Bachelorsemester, im dritten Semester wurde Leo geboren und im sechsten kam dann Cecilia dazu. In der Regelstudienzeit bin ich also schon mal nicht mehr. Die Frage nach der Vereinbarkeit lässt sich nicht pauschal beantworten. Es gibt Tage, da tanzt man förmlich durch den Tag, die Kinder schlafen gut und sind fröhlich,. To-Do Listen werden im Akkord abgearbeitet. Du schaffst Dein Lernpensum, triffst eine Freundin zum Kaffee und kochst dann abends noch ein tolles Essen für Deine Familie. Solche Tage bezeichne ich gern als rosa-Zuckerwolken Tage. Sie sind wunderbar- und leider nicht ganz so häufig. Die meisten Tage fühlen sich eher so an wie ein Wettlauf gegen die Zeit. Einkaufen, Wäsche, Geschenke besorgen, zum Praktikum rennen, Leo abholen. Windeln brauchen wir auch noch. Und WANN soll ich nur lernen? Abends fühlt sich mein Gehirn an wie eine riesige Matsch-Pfütze (so eine …

Der Zwergenaufstand – die aufreibende Trotzphase

„Hören Sie auf Ihr Kind zu quälen! Müssen Sie ihn denn ausgerechnet jetzt erziehen?!“ Diese Worte werden achtlos auf mich hinunter gekippt. Ich steh auf dem Bürgersteig in unserem Viertel. 20 Meter von mir entfernt steht mein zorniges Kleinkind und schreit. Das Gefühl für die Zeit ist mir irgendwo zwischen Kindergarten und Softeisladen abhandengekommen. Der Minimann ist übel gelaunt, um es mal ganz positiv zu formulieren. Schon zu Beginn des Tages lässt er seine schlechte Laune an mir aus. Sein aktuelles Gebrüll wurde von mir ausgelöst – von wem auch sonst. Er schreit, weil ich verweigere ihn zu tragen. Ich Unmensch! Natürlich kann er laufen, sogar rennen, hüpfen und springen. Aber er will nicht und das weiß nun auch jeder im Umkreis von zwei Kilometern. Ich versuche es mit allen Kniffen aus jedem jemals geschriebenen Erziehungsratgeber. Ich rede ihm gut zu: „Nur bis zu dem Schild da vorne, dann nehme ich dich wieder.“ Ich fordere ihn heraus: „Komm wir flitzen bis zur nächsten Ecke, du bist sicher schneller als ich.“ Ich bin verständnisvoll und knie …