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Oh, wie schön ist Meißen: Ein Familienausflug an die Elbe

Klar, in Leipzig kann man viel erleben, keine Frage. Doch ab und an tut ein kleiner Tapetenwechsel allen mal ganz gut. Dafür muss man nicht mal in die Ferne schweifen, die Region bietet so viel.

Wie etwa Meißen. Natürlich, die Stadt ist weltberühmt für ihr feines Porzellan. Darüber hinaus kann die Perle an Elbe aber noch viel mehr. Die etwa einstündige Fahrt von Leipzig führt zunächst über die Autobahn, später auch durch beschaulich Dörfchen, vorbei an Hofläden und – zu dieser Jahreszeit – leuchtenden Rapsfeldern. Sobald die Stadtgrenze erreicht ist, erblickt man den Meißener Dom, der imposant über der Altstadt thront.

Bei der Parkplatzsuche werden wir schnell fündig (das sind wir aus Leipzig ja gar nicht gewohnt). Wir steigen aus und hören einen lauten Pfiff, dann steigt eine weiße Dampfwolke in die Luft. Ein großer Dampfer legt gerade ab. Der Mini ist total begeistert von den riesigen Schiffen, die am Flussufer anlegen. Von hier aus kann man schöne Dampferfahrten nach Dresden oder Umgebung unternehmen. Ich mache mir eine mentale Notiz – beim nächsten Mal!

Doch nun wollen wir erstmal die kleine Stadt erkunden. Zu Fuß geht es über Kopfsteinpflaster durch kleine Gassen, vorbei an schönem Altbau, Prunkbauten und einladenden Cafés. Nein, verhungern werden wir hier nicht!

Leckereien, kleine Cafés, zünftige Gasthäuser und Eisläden findet man in der gesamten Altstadt.

Unsere Erkundungstour führt uns immer höher hinaus, bis hoch zur Albrechtsburg und dem Dom. Der Aufstieg ist auch für kleine Entdecker gut machbar. Schließlich kann man auch an so vielen Schaufenstern anhalten, tolle Sachen entdecken und kurz verschnaufen.

Wem das doch zu anstrengend ist, der nimmt einfach den Panoramaaufzug. Dessen Talstation liegt am Hauptparkplatz, Endstation ist die Albrechtsburg. Die Fahrt dauert nur 44 Sekunden, bietet aber eine wunderschönen Blick. 1 Euro pro Person kostet das Ganze. Kinder bis 12 Jahre, Kinderwagen, Fahrräder und Hunde werden kostenlos befördert.

Dieser Anblick kann einen schon mal umhauen …

Die Albrechtsburg ist auf jeden Fall einen Besuch wert. Die Dauerausstellungen bilden sowohl die faszinierende Geschichte der Stadt ab, als auch die der Porzellanherstellung. Schließlich war Meißen die erste Stadt in Europa die das „weiße Gold“ herstellte. Spannend für Kinder; man erfährt auch, wie das Leben früher am Schloss gewesen sein muss.

Die Stadtgeschichte ist eng mit dem Meissener Porzellan verwoben. Überall findet man hübsche Porzellanmalereien.

Nach all dem Entdecken brauchst erstmal eine Stärkung. Wir sind im ältesten Restaurant der Stadt eingekehrt, dem Domkeller. Auf dem windgeschützten Balkon sitzt man nicht nur gemütlich, es gibt auch noch einen fantastischen Blick über die Altstadt, die Elbe und die sanften Hügel der Umgebung. Zum Essen kann man einen leckeren Wein aus den regionalen Weinbergen genießen. Die kleinen Feinschmecker finden die Klassiker des kindlichen Auswärtsessens auf dem Speiseplan. Fazit: Bei uns war die gesamte Reisegruppe glücklich.

 

Beschwingt geht es wieder hinab, denn auf uns wartet noch ein Besuch im Meißener Tierpark. Nach so viel Kultur sollen auch die Kleinen der Reisegruppe auf ihre Kosten kommen. Im privat geführten Tierpark Siebeneichen kann man eine kleine Auswahl an Haus- und Wildtieren besichtigen. Der Park liegt am Waldrand und und hat neben Tiergehegen auch ein kleines Zwergendorf, einen Spielplatz und, am Wochenende sogar, eine Hüpfburg zu bieten. Da die Stadt diesen kleinen Zoo nicht fördert, muss er in den kalten Monaten immer wieder schließen und steht leider immer wieder kurz vor dem Aus. Mit einem Besuch leistet man einen kleinen Beitrag für die Versorgung der etwa 400 Tiere.

Am Ende des Tages sind wir viel gelaufen, haben noch mehr gesehen, lecker gegessen und plumpsen zufrieden in die Autositze. Tschüß Meißen, wir kommen wieder!

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